Saverio Mercadante

Francesca da Rimini

Österreichische Erstaufführung

Mit deutschen und englischen Übertiteln

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Giuliano Carella

Regie Hans Walter Richter

Bühnenbild Johannes Leiacker

Kostüme Raphaela Rose

Licht Jan Hartmann

Choreografie Gabriel Wanka

Dramaturgie Mareike Wink

Francesca Anna Nekhames

Paolo Karolina Makuła

Lanciotto Theo Lebow

Guido Erik van Heyningen

Isaura Karolina Bengtsson

Guelfo Francisco Brito


Um das dynastische Bündnis zweier Familien zu besiegeln, hatten sie geheiratet. Doch die Ehefrau liebt den Bruder ihres Mannes – ein Treuebruch, der in der Katastrophe endet. Die unausweichliche Tragik der leidenschaftlichen Liebesgeschichte zwischen Francesca da Polenta und Paolo Malatesta, wie Dante sie in seiner Divina Commedia festhielt, veranlasste zahlreiche Künstler zu einer Auseinandersetzung. Auch der Librettist Felice Romani, mit dem Saverio Mercadante immer wieder zusammenarbeitete, ließ sich von Bearbeitungen des Stoffes zu einem Textbuch inspirieren. 1830 entstand seine Vertonung. Die Partitur, in der Rossinis Einfluss noch deutlich hörbar ist, fokussiert die drei Hauptfiguren Francesca, Paolo und Lanciotto. Das Zusammentreffen zwischen Schwager und Schwägerin in ihrem Schlafzimmer bildet den dramatischen und emotionalen Höhepunkt der Oper. Verschiedene unglückliche Umstände und Sängerrivalitäten verhinderten eine Uraufführung von Francesca da Rimini zu Mercadantes Lebzeiten. So musste die Oper fast 200 Jahre auf ihre erste Premiere, die 2016 beim Festival della Valle d’Itria stattfand, warten. Wie seine 58 Bühnenwerke ist auch der Komponist Saverio Mercadante heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Und das, obwohl er mit seinem »canto drammatico«, welcher die Gesangsvirtuosität in einen dramatischen Gesamtbogen einfügte, eine Reform der italienischen Oper nach Rossini anstieß.


© Ut Orpheus Edizioni S.r.l. Bologna, vertreten durch Alkor-Edition Kassel.

Mi 28. Dez
18:00 Uhr → Festspielhaus
Di 03. Jan
18:00 Uhr → Festspielhaus
Sa 07. Jan
18:00 Uhr → Festspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Giuliano Carella

Musikalische Leitung

Hans Walter Richter

Regie

Johannes Leiacker

Bühnenbild

Raphaela Rose

Kostüme

Jan Hartmann

Licht

Gabriel Wanka

Choreografie

Mareike Wink

Dramaturgie

Anna Nekhames

Francesca

Karolina Makuła

Paolo

Theo Lebow

Lanciotto

Erik van Heyningen

Guido

Karolina Bengtsson

Isaura

Francisco Brito

Guelfo


Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles, das sich einen Ruf als eines der besten Wagnerorchester weltweit erarbeitet und die Tiroler Festspiele Erl international bekannt gemacht hat. 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele unter der Leitung von Gustav Kuhn, inzwischen spielen Musiker*innen aus 20 Nationen zusammen. Junge Spitzentalente, Musiker*innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist*innen und Dozent*innen kommen so jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und an Ostern im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Zum Repertoire des Klangkörpers gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen. Seit der Sommersaison 2022 ist Erik Nielsen Chefdirigent des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl.


Giuliano
Carella

Der in Mailand geborene Giuliano Carella arbeitet an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit. Regelmäßig ist er etwa an den Staatsopern in Wien, Stuttgart, München, Hamburg, Dresden und Berlin, an der Oper Frankfurt, De Nationale Opera Amsterdam, der Opéra du Rhin in Straßburg (dort u.a. Zandonais „Francesca da Rimini“), am Théâtre du Capitole de Toulouse, am Teatro Real in Madrid, Gran Teatre del Liceu in Barcelona, am Teatro Comunale in Bologna und New National Theatre in Tokio, beim Rossini Opera Festival Pesaro und beim Puccini Festival Torre del Lago zu Gast.

 

Jüngste Engagements führten ihn für „Aida“ an die Israeli Opera in Tel Aviv und für „La sonnambula“ an die Opéra in Nizza. „Norma“ am Aalto Theater in Essen, „Il trovatore“ in Israel und „La fille du régiment“ am Teatro Massimo Bellini in Catania zählen zu Giuliano Carellas künftigen Aufgaben. Sein Repertoire reicht von Giovanni Paisiello bis Lorenzo Ferrero und umfasst neben den wichtigsten auch zahlreiche weniger bekannte Werke der italienischen Oper sowie bedeutende Werke des französischen Repertoires. Konzertengagements führen Giuliano Carella in wichtige Konzertsäle wie die Pariser Salle Pleyel, die Queen Elizabeth Hall in London und das Concertgebouw in Amsterdam.

 

Seit 1990 ist Giuliano Carella Präsident des Kammerorchesters „I Solisti Veneti“ und war von 1998 bis 2003 als Generalmusikdirekter der Arena di Verona sowie in gleicher Position bis 2017 an der Opéra de Toulon tätig. Seine Einspielungen des Belcanto-Repertoires wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Giuliano Carella studierte Komposition am Cesare-Pollini-Konservatorium in Padua, Dirigieren am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ in Mailand und bei Franco Ferrara an der Accademia Chigiana di Siena, wo er mit einem Ehrenabschluss ausgezeichnet wurde.


Hans Walter
Richter

Hans Walter Richter inszenierte bei den Tiroler Festspielen in Erl bereits Adams „Le Postillon de Lonjumeau“, wofür er in der Fachzeitschrift „Opernwelt“ als „Regisseur des Jahres 2022“ nominiert wurde. Dem gingen u.a. Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“, die Uraufführung von Langemanns „Anna Toll“ und zuletzt Menottis „The Medium“ an der Oper Frankfurt voraus.

 

Weitere Regiearbeiten waren am Theater Münster „Madama Butterfly“, am Landestheater Coburg „Tosca“ sowie am Stadttheater Gießen u.a. „Così fan tutte“, Holsts „Savitri“, Donizettis „Linda di Chamounix“ und „Krieg. Stell dir vor, er wär hier“. Seine Lesart von „Linda di Chamounix“ erhielt eine Nominierung als „Beste Inszenierung 2015“ im Fachmagazin „Die Deutsche Bühne“. Seit 2008 ist Hans Walter Richter als Regieassistent an der Oper Frankfurt engagiert, wo er u.a. mit Keith Warner, Vera Nemirova, Christof Loy, Jens-Daniel Herzog und Marco Arturo Marelli zusammenarbeitete.

 

Gastassistenzen führten ihn etwa an die Wiener Staatsoper und zu den Bregenzer Festspielen. Zuvor war er am Stadttheater Gießen als Spielleiter verpflichtet, wo er zahlreiche Produktionen realisierte, u.a. die Deutsche Erstaufführung von Jake Heggies „For a Look or a Touch“, Mozarts „Bastien und Bastienne“, Grigori Frids „Briefe des van Gogh“ sowie „Miss Donnithorne’s Maggot / Eight Songs for a Mad King“ von Maxwell Davies. Hans Walter Richter studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Musikwissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2022 hat er einen Lehrauftrag für Szenischen Unterricht an der Hochschule für Musik Würzburg inne.


Johannes
Leiacker

Johannes Leiacker ist weltweit als Bühnen- und Kostümbildner im Opern- und Schauspielbereich tätig. In Erl gestaltete er bereits das Bühnenbild für „Lohengrin“. Engagements führten ihn u.a. an die Bayerische und die Wiener Staatsoper, die Opéra National in Paris, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Los Angeles Opera, die Houston Grand Opera, die Metropolitan Opera in New York, an die Opernhäuser in Madrid, Brüssel, Kopenhagen, Zürich, Moskau und Tokio sowie zu den Festspielen in Salzburg, Bregenz und Baden-Baden.

 

Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet Johannes Leiacker mit den Regisseuren Peter Konwitschny (zuletzt „Les Huguenots“ und „Norma“ an der Semperoper Dresden) und Christof Loy, mit dem er u.a. Zandonais „Francesca da Rimini“ und Schrekers „Der Schatzgräber“ an der Deutschen Oper Berlin, „Salome“ an der Finnischen Nationaloper in Helsinki, „Königskinder“ an De Nationale Opera in Amsterdam sowie Verdis „Luisa Miller“ beim Glyndebourne Festival bzw. für die Oper Köln entwickelte.

 

Weitere Arbeiten entstanden vor allem mit Dietrich Hilsdorf und Rolando Villazón. „Tristan und Isolde“ in Covent Garden wurde 2010 mit dem Laurence Olivier Award ausgezeichnet, „Peter Grimes“ am Theater an der Wien erhielt den International Opera Award als „Beste Produktion 2016“, Rimski-Korsakows „Die Nacht vor Weihnachten“ an der Oper Frankfurt wurde vom Fachmagazin „Opernwelt“ als „Aufführung des Jahres 2022“ ausgezeichnet. 1996, 2009 und 2018 wurde Johannes Leiacker zum „Bühnenbildner des Jahres“ gewählt. 2021 erhielt er den Phoenix-Award der Stiftung Semperoper. Bis 2010 hatte Johannes Leiacker eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Dresden inne.


Raphaela
Rose

Raphaela Rose, die auch für die Kostüme von „Francesca da Rimini“ verantwortlich zeichnet, erarbeitete mit der Regisseurin Caterina Panti Liberovici Rossinis „La gazzetta“ an der Oper Frankfurt. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet sie auch mit Regisseur Ted Huffman, mit dem sie an der Oper Frankfurt bereits „Rinaldo“ sowie jüngst „Die Zauberflöte“ realisierte und in der aktuellen Spielzeit Händels „Orlando“ erarbeiten wird. Auch Faurés „Pénélope“ zählte zu ihren Frankfurter Aufgaben.

 

An der Staatsoper Hannover und De Nationale Oper in Amsterdam entwickelte sie die Kostüme zu Ted Huffmans Inszenierung von „Denis & Katya“. Seit 2015 arbeitet Raphaela Rose als freie Kostümbildnerin weiterhin u.a. mit den Regisseuren Jürgen Kruse, Ersan Mondtag und Oliver Reese. Ihre bisherigen Engagements umfassen u.a. auch „Turandot“ am Theater Regensburg, „Rusalka“ an der Opéra National du Rhin sowie „Die letzte Station“ am Berliner Ensemble.

 

Zuvor war Raphaela Rose drei Jahre lang als Kostümassistentin am Schauspiel Frankfurt engagiert, wo sie ihre ersten eigenen Kostüme u.a. für Sebastien Jacobi, Florian Fiedler, Alexander Eisenach und den kanadischen Choreografen Dave St. Pierre entwickelte. Vor ihrem Modedesignstudium an der Fachhochschule Trier von 2008 bis 2013 assistierte sie im Bereich Mode und Set Design in New York.

 

2011 nahm Raphaela Rose als Gewinnerin des Hessischen Preises für Nachhaltigkeit an der Ethical Fashionshow in Paris teil. Nach dem Studium absolvierte sie die Gesellenprüfung zur Maßschneiderin für Damen und stellte bereits im Rahmen der Berlin Fashionweek aus.


Jan
Hartmann

Jan Hartmann, der bei den Tiroler Festspielen Erl bereits das Licht für „Rusalka“, „L’elisir d’amore“ entwarf und den gesamten „Ring des Nibelungen“ begleitet, ist seit 1999 an der Oper Frankfurt engagiert. Dort wird er in der aktuellen Spielzeit mit Brigitte Fassbaender die Uraufführung „Blühen“ erarbeiten und das Licht für „Le vin herbé“ gestalten.

 

2011 entwickelte er zum ersten Mal das Licht für eine Neuproduktion: „Neunzehnhundert“. Es folgten u.a. „Idomeneo“ „Der goldene Drache“, „Julietta“, „Le cantatrici villane“, „Pierrot lunaire / Anna Toll“ (Uraufführung), „Rigoletto“, „L’Africaine“, „Das schlaue Füchslein“, „Dalibor“, „The Medium / Satyricon“, „Pénélope“, „La gazzetta“, „Amadigi“ und „A Midsummer Night’s Dream“.

 

Daneben arbeitete Jan Hartmann für verschiedene Musiktheater-, Tanz-, Schauspiel- und Filmprojekte, u.a. mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble für das „Festa Teatrale Carneval“ in Hongkong, mit der Choreografin Deborah Hay für die Produktion „As Holy Sites Go“ sowie für „Falstaff“ am Nationaltheater Mannheim. Seit 2013 ist er als Dozent für Lichtgestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main tätig.


Gabriel
Wanka

Gabriel Wanka, der bereits für „Le Postillon de Lonjumeau“ bei den Tiroler Festspielen Erl engagiert war, erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Ballettschule der Wiener Staatsoper. Er war an zahlreichen Produktionen der Staatsoper sowie der Volksoper Wien beteiligt, darunter „Die Puppenfee“, „Spartakus“, „Coppélia“ oder „Der Nussknacker“, und trat mit international renommierten Choreografen wie Hans Van Manen, Robert North und Renato Zanella auf.

 

Seine Schulausbildung erfolgte am Lycée Jean Renoir in München und am Lycée francais de Vienne. Nach seiner Ausbildung war der gebürtige Münchner sechs Jahre am Landestheater Linz als Ensemblemitglied, Gastsolist und Choreograf beschäftigt. Seit 2016 ist Gabriel Wanka freiberuflich im In- und Ausland als Tänzer, Schauspieler und Choreograf tätig, u.a. für die Posterino Dance Company unter der Leitung von Gaetano Posterino, die erfolgreich Gastspiele in ganz Europa bestreitet.

 

Seit 2018 ist er als Dozent an der MUK Privatuniversität der Stadt Wien als Choreograf für den Universitätslehrgang Klassische Operette unter der Leitung von Wolfgang Dosch tätig.


Mareike
Wink

Mareike Wink gastierte bereits für „Le postillon de Lonjumeau“ (Regie: Hans Walter Richter) und „Rusalka“ (Regie: Florentine Klepper) bei den Tiroler Festspielen in Erl, wo sie auch Brigitte Fassbaenders Inszenierung von Wagners „Ring des Nibelungen“ begleitet.

 

Seit 2013 ist Mareike Wink als Dramaturgin an der Oper Frankfurt engagiert, wo sie mit Regisseur:innen wie David Hermann, Jens-Daniel Herzog, Benedikt von Peter, R.B. Schlather, Lydia Steier, Katharina Thoma und Keith Warner, mit Dirigent:innen wie Martyn Brabbins, Dennis Russell Davies, Johannes Debus, Leo Hussain, Karsten Januschke, Eun Sun Kim, Erik Nielsen, Alexander Soddy, Sebastian Weigle und Lothar Zagrosek sowie mit Komponisten wie Peter Eötvös, Helmut Lachenmann, Rolf Riehm, Manfred Trojahn und Vito Žuraj zusammenarbeitet.

 

Die von ihr begleitete Regiearbeit von Ute M. Engelhardt des „Schlauen Füchsleins“ wurde mit dem Götz-Friedrich-Preis 2016 ausgezeichnet, die Frankfurter Erstaufführung dreier Einakter von Ernst Křenek bei den International Opera Awards zur „Wiederentdeckung des Jahres 2018“ gewählt. Als Gastdramaturgin ist sie auch für die Internationale Bachakademie Stuttgart tätig. Mareike Wink studierte Musik-, Theater- und Medienwissenschaften sowie Germanistik in Frankfurt und Rom, und war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes.

 


Anna
Nekhames

Anna Nekhames war Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper. Große Aufmerksamkeit erregte sie als Königin der Nacht („Die Zauberflöte“) an der Wiener Volksoper. In der Österreichischen Erstaufführung von Detlev Glanerts „Leyla und Medjnun“ in Wien sang sie den Morgenvogel.

 

In der Spielzeit 2021/22 war sie an der Wiener Staatsoper außerdem in Partien wie Juliette („Die tote Stadt“), Mascha und Chloe („Pique Dame“), Zweites Blumenmädchen („Parsifal“), Konstanze („Entführung ins Zauberreich“) und Modistin („Der Rosenkavalier“) zu erleben. Die gebürtige Moskauerin sang zunächst im Kinderchor des Bolschoi Theaters, bevor sie ihr Gesangsstudium am College der Musik-Theaterkunst „Galina Wischnevskaja“ aufnahm.

 

Anschließend studierte sie an der Gnessin-Musikakademie in Moskau. Ihren Master absolvierte sie an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Zum Repertoire der vielfach ausgezeichneten Sängerin zählen weiterhin Partien wie Musetta („La Bohème“), Madame Herz („Der Schauspieldirektor“), Olympia („Les contes d’Hoffmann“), Giannetta („L’elisir d’amore“), Voce dal cielo („Don Carlo“), Gilda („Rigoletto“), Xenia („Boris Godunow“), Adele („Die Fledermaus“), Erste Waldelfe („Rusalka“), Eine Italienische Sängerin („Capriccio“) und Fiakermilli („Arabella“). Seit der Spielzeit 2022/23 ist die Sopranistin Ensemblemitglied der Oper Frankfurt.


Karolina
Makuła

Karolina Makuła gab ihr professionelles Debüt an der Opera Nova in Bydgoszcz als Cherubino („Le nozze di Figaro“). Die Absolventin der Feliks Nowowiejski Musikakademie in Bydgoszcz war ab 2017 Mitglied der Akademia Operowa des Teatr Wielki in Warschau und trat an der polnischen Nationaloper u.a. in Prokofiews „Der feurige Engel“ auf. Mit dieser Produktion gastierte die Mezzosopranistin auch beim Festival in Aix-en-Provence.

 

Zu weiteren Partien der gebürtigen Polin zählen Olga („Eugen Onegin“), Zweite Dame („Die Zauberflöte“) und Fricka („Das Rheingold“). Von 2019/20 bis 2021/22 war Karolina Makuła Stipendiatin des Opernstudios der Oper Frankfurt, wo sie u.a. als Tisbe („La Cenerentola“), Mercédès („Carmen“), Olga („Die lustige Witwe“), Gräfin von Ceprano („Rigoletto“) und Pippo („La gazza ladra“), Kate Pinkerton („Madama Butterfly“) und Second Witch („Dido and Aeneas“) zu erleben war.

 

Weiterhin debütierte sie dort als Desdemona in Rossinis „Otello“ und stand in „Rigoletto“, als Enrichetta di Francia („I puritani“) sowie als Francesca in der Uraufführung von Lucia Ronchettis „Inferno“. Für die Wiederaufnahmeserie von Schrekers „Der ferne Klang“ und die Premiere von Weills „Der Zar lässt sich fotografieren“ kehrt sie in der aktuellen Spielzeit nach Frankfurt zurück.


Seit Beginn der Saison 2019/20 ist die polnische Mezzosopranistin Karolina Makuła Stipendiatin des Opernstudios der Oper Frankfurt. Hier debütierte sie als Desdemona in Rossinis Otello und war in Rigoletto, als Enrichetta di Francia (I puritani) und jüngst als Francesca in der Uraufführung von Lucia Ronchettis Inferno im Bockenheimer Depot zu erleben – der zugehörige Opernfilm feierte am 11. Juli in Frankfurt sowie beim Festival die Due Mondi in Spoleto Premiere. In der aktuellen Spielzeit übernimmt sie die Partien Mercédès (Carmen), Gräfin von Ceprano (Rigoletto), Pippo (La gazza ladra), Kate Pinkerton (Madama Butterfly) und Second Witch (Dido and Aeneas). Ihr professionelles Debüt gab sie an der Opera Nova in Bydgoszcz als Cherubino (Le nozze di Figaro). Die Absolventin der Feliks Nowowiejski Musikakademie in Bydgoszcz war ab 2017 Mitglied der Akademia Operowa des Teatr Wielki in Warschau und trat an der polnischen Nationaloper u.a. in Prokofiews Der feurige Engel auf; mit dieser Produktion gastierte sie auch beim Festival in Aix-en-Provence. Zu ihren weiteren Partien zählen Olga (Eugen Onegin), Zweite Dame (Die Zauberflöte) und Fricka (Das Rheingold). Karolina Makuła ist u.a. Preisträgerin des Nationalen Gesangswettbewerbs in Drezdenko, des J. E. J. Reszke Wettbewerbs 2017 in Czestochowa sowie des Gesangs- und Kammermusikwettbewerbs 2017 in Bydgoszcz.


Theo
Lebow

Theo Lebow war bei den Tiroler Festspielen in Erl bereits in „Bianca e Falliero“ sowie in einem Belcanto-Konzert zu erleben. Als Almaviva („Il barbiere di Siviglia“) und Don Ramiro („La Cenerentola“) gastierte der gebürtige Amerikaner bei der Boston Midsummer Opera.

 

An der Seattle Opera sang er Jupiter / Apollo („Semele“), am Opera Theatre of St. Louis Picasso / F. Scott Fitzgerald in der Uraufführung von Ricky Ian Gordons Oper „27“ (CD bei Albany Records). Als Jaquino („Fidelio“) war er beim Shippensburg Music Festival, als Mr. Porcupine in Tobias Pickers „Fantastic Mr. Fox“ (Grammy Award 2020 für die „Beste Opernaufnahme“) an der Opera San Antonio und an der Odyssey Opera Boston engagiert, als Fenton („Falstaff“) gab der Tenor sein Kanada-Debüt an der Opera Hamilton.

 

Das Repertoire des Frankfurter Ensemblemitglieds umfasst Partien wie Sumers („L’italiana in Londra“), Vicomte de Cascada („Die lustige Witwe“), Snout („A Midsummer Night’s Dream“), Jago in Rossinis „Otello“, für den er besonders großen Beifall erntete, Borsa („Rigoletto“), Lehrer / Erster Vorarbeiter („Lady Macbeth von Mzensk“), Erster Jude („Salome“), Tamino („Die Zauberflöte“), Tom Rakewell („The Rake’s Progress“), Massimo (Glucks „Ezio“), Der Marquis („Der Spieler“), Scaramuccio („Ariadne auf Naxos“) und Der Chevalier („Der ferne Klang“, CD bei OehmsClassics). Auch in „Betulia liberata“, „Il trovatore“, „Billy Budd“, Trojahns „Enrico“, Madernas „Satyricon“ und der Uraufführung von Arnulf Herrmanns „Der Mieter“ stand er auf der Bühne. In der aktuellen Spielzeit zählen neben Lanciotto auch Monostatos („Die Zauberflöte“) und Kaherdin („Le vin herbé“) zu seinen Aufgaben.


Erik
van Heyningen

Der Bariton Erik van Heyningen wechselte 2022/23 vom Opernstudio der Wiener Staatsoper in das Ensemble der Oper Frankfurt, wo er in der aktuellen Spielzeit auch als Cesare Angelotti („Tosca“), Sprecher („Die Zauberflöte“) und Masetto („Don Giovanni“) zu erleben ist.

 

Zu seinen Wiener Aufgaben 2021/22 zählten Partien wie Donner („Das Rheingold“), Zweiter Gralsritter („Parsifal“), Hobson / Fuhrmann („Peter Grimes“) und Littore / Tribune / Famigliare („L’incoronazione di Poppea“). Am Opera Theatre of St. Louis sang er u.a. Simon Fenton („Emmeline“) und an der Michigan Opera Puccinis Angelotti. An der New Yorker Juilliard School übernahm er Partien wie Leporello („Don Giovanni“), Guglielmo („Così fan tutte“) und Aragante („Rinaldo“); beim Spoleto Festival war er als Jochanaan („Salome“) zu hören.

 

Sein Repertoire umfasst zudem Partien wie Figaro und Graf Almaviva („Le nozze di Figaro“), Don Giovanni, Kurwenal („Tristan und Isolde“), Gunther („Die Götterdämmerung“) und Balstrode („Peter Grimes“). Neben vielfachen Auszeichnungen erhielt Erik van Heyningen den Barbara and Stanley Richman Memorial Award am Theater von St. Louis, wo er Richard Gaddes Festival Artist war. 2016 gewann er den Ersten Preis bei der Gerda Lissner Lieder and Song Competition. 2017/18 war er im Opernstudio der Michigan Opera. Von 2018 bis 2020 studierte Erik van Heyningen an der Juilliard School in New York.


Karolina
Bengtsson

Die schwedische Sopranistin Karolina Bengtsson zählte bereits Partien wie Clotilde („Norma“), Frasquita („Carmen“), Second Woman („Dido and Aeneas“) und Suor Osmina („Suor Angelica“) zu ihren Aufgaben.

 

In der aktuellen Spielzeit übernimmt das Mitglied des Frankfurter Opernstudios Partien wie Papagena / Pamina („Die Zauberflöte“) und Hahn / Eichelhäher („Das schlaue Füchslein“). Karolina Bengtsson studierte an der Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen und absolvierte anschließend an der Universität Mozarteum in Salzburg u.a. bei Barbara Bonney ihren Master.

 

An der Royal Danish Academy of Music war sie als First Lady Draft in Vestergårds „Titanic“ und Fiordiligi („Così fan tutte“) sowie als Alter ego mit ihrem Ensemble Troubadours21 in dem zeitgenössischen Musikdrama „Abstract Love“ zu erleben. 2018 trat sie mit dem Violinisten Malin Broman und dem Musica Vitae Kammerorchester in der Premiere von „The Death and Juliet“ auf. Karolina Bengtsson war Finalistin des Anny-Schlemm-Preises 2021 und ist Preisträgerin des dritten Internationalen Haydn-Wettbewerbs für Klassisches Lied und Arie 2021 in Rohrau sowie des Wettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. 2020 gewann sie den Gesangswettbewerb Debut in Weikersheim.


Francisco
Brito

Der argentinische Tenor Francisco Brito, der bereits als Almaviva („Il barbiere di Siviglia“) in Erl gastierte, begann sein Studium in seinem Heimatland und setzte es anschließend in Italien an der Accademia d’Arte Lirica di Osimo sowie an der Scuola dell’Opera Italiana di Bologna fort, wo er sich auf das Rossini-Repertoire spezialisierte.

 

Sein Operndebüt gab er 2006 als Libenskof in „Il viaggio a Reims“ beim Rossini Opera Festival in Pesaro. Von 2011 bis 2013 war Francisco Brito Mitglied des Opernstudios an der Oper Frankfurt und kehrte als Fenton „(Falstaff“) und Giannetto („La gazza ladra“) sowie in der aktuellen Spielzeit als Don Ramiro („La Cenerentola“) dorthin zurück.

 

Gastengagements führten ihn auch als Lindoro („L’Italiana in Algeri“) an das Teatro La Fenice in Venedig, das Teatro Comunale in Modena und das Teatro Escorial in Madrid, als Don Ramiro an die Semperoper Dresden, das Theater Bonn, das Teatro Massimo in Palermo und das Teatro Verdi in Salerno, als Belfiore („Il viaggio a Reims“) nach Muscat, an das Opernhaus Zürich und zum Rossini Opera Festival in Pesaro, als Almaviva („Il barbiere di Siviglia“) nach Wiesbaden, Venedig und Palma de Mallorca, als Rossinis Le comte Ory nach Toulon und Zürich, als Uberto / Giacomo („La donna del lago“) nach Sofia sowie als Idreno („Semiramide“) nach Lausanne.

 

Weitere Engagements umfassen „Don Pasquale“ in Darmstadt, Trento und Moskau, „I puritani“ in Stuttgart, „Così fan tutte“ in Dubai, „La Juive“ in Konstanz und Sydney sowie „Il castello di Kenilworth“ und „Pietro il Grande“ beim Donizetti Festival in Bergamo. 2023 wird Francisco Brito mit dem Bach Consort Wien unter Rubén Dubrovsky im Musikverein Wien auftreten.