Engelbert Humperdinck

Königskinder

Musikalische Leitung Giedrė Šlekytė

Inszenierung Matthew Wild

Bühnenbild & Kostüme Herbert Murauer

Licht Olaf Winter


Königssohn Gerard Schneider

Gänsemagd Elizabeth Reiter

Spielmann Iain MacNeill

Hexe Katharina Magiera

Holzhacker Thomas Gazheli

Besenbinder Jaeil Kim

Ratsältester Franz Mayer

Wirt Oskar Hillebrandt

Wirtstochter Kelsey Lauritano

Schneider Michael Petruccelli

Stallmagd Valerie Eickhoff

16 Jahre nach dem Erfolg von „Hänsel und Gretel“, der seine Karriere maßgeblich prägte, kehrte Engelbert Humperdinck erfolgreich in den Zauberwald zurück – diesmal wagte er sich für das Erwachsenenmärchen „Königskinder“ in seine dunkleren Tiefen. Das gleichnamige, mystische Theaterstück von Elsa Bernstein hatte den Komponisten lange Zeit fasziniert und ihn 1897 zu seiner bahnbrechenden melodramatischen Vertonung des gesamten Stücks mit musikalisch bemerkenswerter Sprache inspirierte. Dieses musikalisch mutige Experiment schlug fehl, Humperdincks Besessenheit von diesem Thema jedoch hielt an und führte schließlich 1910 zur Vollendung der Oper. Bei der Uraufführung in der Metropolitan Opera erhielt das Werk triumphalen Beifall und wurde als „wichtigste Oper seit Parsifal“ gepriesen. Begeisterter Applaus setzte auch bei den Einzelvorhängen ein, als die Sopranistin Geraldine Farrar bei ihrer Verbeugung eine der lebenden Gänse mitbrachte, die sie persönlich für die Inszenierung trainiert hatte. Die „Königskinder“ sind zwei junge Menschen, die weit von der Gesellschaft entfernt aufgewachsen sind:  Ein Gänsemädchen, das von einer Hexe im Wald erzogen wurde, und ein Prinz, der mit einem silbernen Löffel im Mund in einem unzugänglichen Palast geboren wurde. Zufällig treffen diese beiden Außenseiter aufeinander und verlieben sich. Getrennt voneinander erreichen sie die führerlose Stadt Hellabrunn im Tal, wo sie die Erfahrung machen müssen, dass die Welt außerhalb der ihnen bekannten weder stets freundlich noch weise ist. Für diese Erfahrung müssen beide einen hohen Preis bezahlen – sie lernen, dass nicht alle Märchen ein Happy End haben können. Natur und Zivilisation geraten in dieser neuen Inszenierung unter der Regie von Matthew Wild in Konflikt. Bühnen- und Kostümbildner Herbert Murauer gestaltet seine Entwürfe angelegt an Traumwelten und intensiviert auf diese Art die „skurrile Poesie“ des Textes, wie von Humperdinck liebevoll beschrieben.

Fr 24. Jul
19:00 Uhr → Festspielhaus
So 26. Jul
15:00 Uhr → Festspielhaus
Sa 01. Aug
19:00 Uhr → Festspielhaus

Giedrė Šlekytė

Musikalische Leitung

Matthew Wild

Inszenierung

Herbert Murauer

Bühnenbild & Kostüme

Olaf Winter

Licht

Gerard Schneider

Königssohn

Elizabeth Reiter

Gänsemagd

Iain MacNeill

Spielmann

Katharina Magiera

Hexe

Thomas Gazheli

Holzhacker

Jaeil Kim

Besenbinder

Franz Mayer

Ratsältester

Oskar Hillebrandt

Wirt

Kelsey Lauritano

Wirtstochter

Michael Petruccelli

Schneider

Valerie Eickhoff

Stallmagd

Giedrė
Šlekytė

Das Baltikum überrascht immer wieder mit hochbegabten, exzellent ausgebildeten und doch ganz eigenständigen, faszinie­renden Künstlerpersönlichkeiten: Die Litauerin Giedrė Šlekytė zählt zweifels­ohne zu ihnen, und überzeugt mit „ihrer Präzision und jugendlichen Eleganz fernab jeder Attitüde“, mit „Esprit und mitreißender Energie“.

1989 in Vilnius geboren, begann Giedrė Šlekytė ihre Musik­aus­bildung am Nationalen Mikalojus Konstantinas Čiurlionis Kunst­gymnasium. Sie studierte Dirigieren an der Kunstuniversität Graz (Johannes Prinz und Martin Sieghart), an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig (Ulrich Windfuhr und Matthias Foremny) sowie an der Zürcher Hochschule der Künste, wo sie ein Semester bei Johannes Schlaefli absolvierte. Sie besuchte Meisterkurse u. a. bei Bernard Haitink, Ricardo Muti, Colin Metters und Mario Venzago.

Als Gastdirigentin erhielt Giedrė Šlekytė Einladungen von Royal Stockholm Philharmonic, St. Christopher Chamber Orchestra Litauen, Orchester der Komischen Oper Berlin, Sinfonieorchester Innsbruck, Stiftskonzerte Oberösterreich, Musik­kollegium Winterthur, Münchner Symphoniker, Tonkünstlerorchester Niederösterreich, Norrlands Opera Symphony Orchestra, Göteborgs Symfoniker, Bochumer Symphoniker, Duisburger Philharmoniker, MDR Leipzig, Theater Basel („Die Zauberflöte“), Oper Leipzig („Hänsel und Gretel“), Staatsorchester sowie Oper Mainz („Perelà“) und Staatstheater Darmstadt.

Zur Spielzeit 2016/17 wurde Giedrė Šlekytė als 1. Kapellmeisterin an das Stadttheater Klagenfurt verpflichtet. Bereits mit ihrer ersten Produktion „Die Entführung aus dem Serail“ wusste sie Publikum und Presse gleichermaßen mit „großer Frische und reichen, dynamischen Akzenten“ zu begeistern. In der Saison 2017/18 war sie u. a. in eigenen Produktionen von „La Traviata“ und „Don Giovanni“ zu erleben.

Zukünftige Engagements und Wiedereinladungen führen die junge Dirigentin u. a. zurück zum Gävle Symphony Orchestra, RTV Orchester Ljubljana, Uppsala Chamber Orchestra, Orhestre Philharmonique de Luxembourg, Recreation Graz und der Oper Leipzig, wo sie eine Neuproduktion von „Schwanensee“ dirigiert.

Giedrė Šlekytė wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: In 2013 erhielt sie beim Internationalen Dirigierwettbewerb Solon Michaelides in Zypern den 2. Preis (ein 1. Preis wurde nicht vergeben). Außerdem gewann sie den 2. Preis beim MDR Auswahldirigieren der Mitteldeutschen Hochschulen sowie 2006 den 1. Preis bei dem Nationalen Wettbewerb für Gesang Beatričė Grincevičiūtė in Litauen. Im März 2015 wurde sie für den Young Conductors Award der Salzburger Festspiele nominiert. Außerdem ist sie Preisträgerin des Internationalen Malko-Dirigentenwettbewerbs 2015.


Matthew
Wild

Matthew Wild stammt aus Südafrika und studierte an der Universität Kapstadt Schauspiel und Englische Literatur. Nach seinem Erfolg an der Cape Town Opera mit Viaggio a Reims, folgten dort Suor Angelica, Così fan tutte, Don Giovanni und The Rake’s Progress. 2015 wurde er zum Künstlerischen Leiter der Cape Town Opera ernannt und inszenierte dort auch Maria Stuarda, Der fliegende Holländer, Die Zauberflöte und Salome. Für Malmö und die Norrlands Operan zeigte er 2009 mit Boesmans Julie seine erste Opernarbeit in Europa. 2013 brachte er in Stockholm Between a Rock and a Hard Place des südafrikanischen Komponisten Philip Miller zur Aufführung. Katja Kabanowa am Hessischen Staatstheater Wiesbaden sowie Don Giovanni und La Bohème am Konzert Theater Bern waren weitere wichtige Arbeiten des Regisseurs. Er gab sein Musicaldebüt mit The Rocky Horror Show am Fugard Theater in 2013, gefolgt von Kander und Ebbs Cabaret und einer Neuinszenierung von Bernsteins West Side Story in Kapstadt und Johannesburg. 2017 folgten dann Funny Girl und 2019 Cyndi Laupers Kinky Boots. Noch während seines Studiums debütierte er mit dem selbstgeschriebenen Stück More. Für das Schauspiel setzte er Texte wie Brent Palmers Witnesses, John van der Ruits Crooked, Pieter Jacobs Dalliances, Brett Goldins Bad Apple oder Nicolas Spagnolettis Special Thanks to Guests from Afar für die Bühne um. 2012 erhielt er für seine Inszenierung von Shakespeares Die Komödie der Irrungen am Maynardville Open-Air Theater den Fleur du Cap-Preis für die beste Regie. Mit Luigi Nonos Intolleranza 1960 kehrt er zum dritten Jahr in Folge an das Konzert Theater Bern zurück.


Herbert
Murauer

Herbert Murauer studierte am Mozarteum in Salzburg. Er war u.a. Ausstattungsleiter am Staatstheater Stuttgart und ist seit 1996 freischaffend tätig. Mit Christof Loy arbeitet er regelmäßig zusammen an Häusern wie dem Théâtre de la Monnaie in Brüssel, Royal Opera House Covent Garden London, De Nationale Opera Amsterdam, Oper Göteborg, Königliches Opernhaus Kopenhagen, Hamburgische Staatsoper, Oper Frankfurt, Bayerische Staatsoper München, Münchner Kammerspiele sowie Staatstheater Stuttgart. Für die Deutsche Oper am Rhein entstand eine ganze Serie von Inszenierungen, darunter „La finta giardiniera“, „Lucio Silla“, „Lucia di Lammermoor“, „L’italiana in Algeri“, „Manon“, „La Belle Hélène“, „Don Carlos“, „Cavalleria rusticana“ / „Pagliacci“, „Les Troyens“ u.a. Zu ihren letzten gemeinsamen Projekten zählten „Medea“ (Cherubini) in Genf, „Wozzeck“ (Berg) in Frankfurt sowie „Fedora“ (Giordano) in Stockholm. Weitere Engagements führten Herbert Murauer auch mit den Regisseuren Johannes Erath, Kirsten Harms, Tina Lanik, Kerstin Maria Pöhler und Yannis Houvardas zusammen. Mit Yona Kim brachte er zuletzt am Nationaltheater Mannheim Schumanns „Genoveva“, mit Hans Neuenfels am Theater Basel Mozarts „Lucio Silla“ heraus.


Olaf
Winter

Olaf Winter studierte nach seinem Studium der Musikwissenschaft Lighting Design am Studio and Forum of Stage Design in New York City. 1989 wurde er Beleuchtungsdesigner bei William Forsythe und dem Ballett Frankfurt mit freien Arbeiten für u.a. das Bayerische Staatsschauspiel, die Pocket Opera Company in Nürnberg und das Ensemble Modern (z. B. für Frank Zappas Yellow Shark). 1994 wurde er Beleuchtungsdesigner der Oper Frankfurt, zu deren Technischen Direktor er 2001 ernannt wurde. Er konzipierte das Licht für Inszenierungen u.a. bei den Salzburger Festspielen, an der Opera Bastille in Paris, am Liceu Barcelona und am Royal Opera House in London. Außerhalb der Oper Frankfurt blickt Olaf Winter auf zahlreiche Zusammenarbeiten u.a. mit Christoph Marthaler, Christof Loy und Claus Guth zurück.


Gerard
Schneider

Für den österreichisch-australischen Tenor Gerard Schneider, seit vergangener Saison im Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, stehen 2019/20 mit Herzog von Mantua (Rigoletto), Lyonel (Martha) und Narraboth (Salome) wichtige Debüts bevor. Als Prinz (Rusalka), den er mit großem Erfolg in Frankfurt sang, ist er bei den Tiroler Festspielen in Erl zu Gast. Darüber hinaus gibt er an der Opera Omaha sein Debüt als Gounods Faust. In Frankfurt war Gerard Schneider, der bereits am Sydney Opera House, in der Carnegie Hall und im Rahmen der Recital Series an der Metropolitan Opera in New York gastierte, bisher als Der Hirte (Król Roger) und 1. Geharnischter (Die Zauberflöte) besetzt. Jüngst trat er als Rodolfo (La Bohème) an der Komischen Oper Berlin, in Mozart und Salieri sowie Die Zarenbraut beim Bard Music Festival und in Massenets Thaïs an der Minnesota Opera auf. Der mehrfach ausgezeichnete Sänger war zudem an der Washington Concert Opera, der Welsh National Opera, der Scottish Opera, beim Wexford Festival, bei den Wiesbadener Maifestspielen und im Bregenzer Festspielhaus engagiert. Als Mitglied des Young Artist Program der Salzburger Festspiele sang er 2014 in Il trovatore mit den Wiener Philharmonikern. Nach seinem Studium an der Guildhall School of Music, dem Mozarteum Salzburg und der Juilliard School wurde Gerard Schneider in das britische National Opera Studio aufgenommen.


Elizabeth
Reiter

Die Sopranistin Elizabeth Reiter, geboren in Chicago, ist Mitglied im Ensemble der Oper Frankfurt. Hier überzeugte die wandelbare Künstlerin mit einer Vielzahl an Partien, darunter Armida (Rinaldo), Humperdincks Gretel, Valencienne (Die lustige Witwe), Susanna (Le nozze di Figaro), Pamina (Die Zauberflöte), Anne Trulove (The Rake’s Progress) sowie als Renee / Alice in Neuwirths Lost Highway und eine der Walküren in Wagners gleichnamiger Oper. In der kommenden Saison gibt sie ihre Rollendebüts als Donna Elvira (Don Giovanni) und Asteria (Tamerlano). Darüber hinaus singt sie erneut Füchslein Schlaukopf (Das schlaue Füchslein) und Die Auserwählte/ Heilige Margarethe (La Damoiselle élue / Jeanne d’Arc au bûcher). Elizabeth Reiter gastierte u.a. am Staatstheater Kassel, bei der Oper im Steinbruch St. Margarethen, an der Opera Memphis, bei der Opera Company of Philadelphia und am Chicago Opera Theatre. Als Zerlina (Don Giovanni) war sie unter James Levine am Tanglewood Music Center sowie als Die Libelle (L’enfant et les sortilèges) unter Lorin Maazel beim Castleton Festival zu erleben. Die an der Manhattan School of Music sowie am Curtis Institute of Music ausgebildete Sopranistin wurde u.a. bei den Metropolitan Opera National Council Auditions sowie bei der Liederkranz Vocal Competition ausgezeichnet.


Iain
MacNeill

Der Bariton Iain MacNeil wechselte zu Beginn dieser Spielzeit vom Opernstudio ins Ensemble der Oper Frankfurt. Zu seinen Aufgaben gehören die Neuproduktionen von Lady Macbeth von Mzensk (Polizeichef), Tristan und Isolde (Melot) und Der Prinz von Homburg (Feldmarschall Dörfling) sowie die Wiederaufnahmen von Julietta, Martha und Rigoletto. Bisher war der junge Kanadier in Frankfurt bereits in wichtigen Partien wie Olivier (Capriccio), Werschinin (Eötvös’ Tri sestry), Tadeusz (Die Passagierin) und zuletzt Mozarts Figaro zu erleben, mit dem er auch an der Vancouver Opera gastierte. Vor seinem Frankfurter Engagement gehörte Iain MacNeil zum Opernstudio der Canadian Opera Company in Toronto und stand dort als Fiorello (Il barbiere di Siviglia), Marquis d’Obigny (La traviata) und Dancaïro (Carmen) auf der Bühne. Beim Toronto Summer Music Festival 2016 war er als Tarquinius (The Rape of Lucretia) und an der Saskatoon Opera als Don Giovanni zu hören. 2013 nahm der mit dem Emmerich Smola Förderpreis ausgezeichnete Sänger am Young Singers Project der Salzburger Festspiele teil. 2018 war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands Frankfurt.


Katharina
Magiera

Katharina Magiera studierte zunächst Schulmusik mit Hauptfach Klavier, dem ein Studium bei Prof. Hedwig Fassbender in Frankfurt am Main und das Konzertexamen bei Prof. Rudolf Piernay in Mannheim folgten.

Sie war Stipendiatin der Villa Musica des Landes Rheinland-Pfalz, der Yehudi Menuhin-Stiftung Live music now, der Studienstiftung des deutschen Volkes und 1. Preisträgerin des Mendelssohn-Wettbewerbs.

Ihr breit gefächertes Konzertrepertoire umfasst die Passionen und zahlreiche Kantaten J. S. Bachs, die Requien von Mozart, Verdi, Duruflé, Dvořák, Schnittke und die Oratorien von Händel, Mendelssohn, Honegger und Szymanowski. Sie arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Paolo Carignani, Helmuth Rilling, Gabriel Garrido, Marko Letonja, Hans-Christoph Rademann, Alexander Liebreich, Kristjan Järvi, Constantinos Carydis, Ivor Bolton, Constantin Trinks, Sebastian Weigle, Ádám Fischer, Christian Thielemann, Jaap van Zweden, Andrés Orozco-Estrada, Leo Hussain, René Jacobs, Henrik Nánási, Sylvain Cambreling, Krzysztof Urbański, Teodor Currentzis und Robin Ticciati zusammen.
Als Liedinterpretin stellte sie 2016 bei OehmsClassics ein von der Presse gelobtes Soloalbum in Gitarrenbegleitung von Prof. Christopher Brandt vor.  Die Einspielung umfasst Goethe Vertonungen von F. Mendelssohn, H. Wolf, F. Hensel, J. Kinkel, J. Lang und R. Schumann in eigener Bearbeitung für Gesang und Gitarre.

Konzertengagements führten Katharina Magiera zu den Münchener Philharmonikern, dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks, dem Richard-Strauss Festival, dem MDR Symphonieorchester, den Salzburger Festspielen, der NDR Radiophilharmonie und dem DSO Berlin. Als Dritte Dame (Zauberflöte) gastierte sie an der Opéra National in Paris und am Theater an der Wien, als Hänsel (Hänsel und Gretel) an der Bayerischen Staatsoper in München, als Schwertleite (Die Walküre) an der Semperoper Dresden, der Opéra du Rhin in Strasbourg, beim Beijing Music Festival und den Salzburger Osterfestspielen.

Katharina Magiera gehört seit der Spielzeit 2009/10 dem Ensemble der Oper Frankfurt an, wo sie Partien der Alisa (Lucia di Lammermoor), Tisbe (La Cenerentola), Lisa (Die Passagierin), Maddalena (Rigoletto), Erda (Rheingold), Flosshilde / Schwertleite (Ring), Die Erzählerin / Heilige Katharina (La damoiselle élue / Jeanne D’Arc au bûcher), Nancy (Martha /CD bei OehmsClassics), Margret (Wozzeck), Marcellina (Le nozze di Figaro), Dritte Dame (Die Zauberflöte), Annina (Der Rosenkavalier), Altpartie in Händels Messiah, Hänsel (Hänsel und Gretel), Filosofia (LʼOrontea), Ježibaba (Rusalka), Cornelia (Giulio Cesare in Egitto), Dryade (Ariadne auf Naxos),Wanja (Iwan Sussanin) und Emilia (Otello) verkörperte. In 2018/ 19 wird sie mit drei Händel Partien debütieren: Amastre (Xerxes), Irene (Theodora) und Eduige (Rodelinda), sowie als Dritte Dame (Die Zauberflöte) beim Glyndebourne Festival zu hören sein.


Thomas
Gazheli

Der deutsche Bassbariton Thomas Gazheli gehört zu den international gefragten Interpreten des Helden- und  Charakterbaritonrepertoires. Zu seinen Partien zählen Alberich („Rheingold“ und „Siegfried“), Telramund, Kurwenal, Wotan, fliegender Holländer, Wanderer, Gunther, Papageno, Don Pizarro, Barnaba („La Gioconda“), Der Gefangene („Il prigioniero“) und Jochanaan („Salome“). Gastengagements führten ihn an die Opernhäuser weltweit, u. a. nach Tokyo, Sevilla, Marseille, Beijing,
Palermo, Kopenhagen, Dresden, Bonn, Leipzig, Budapest, Athen, Montréal, Detroit, Bari, Triest, Turin, Mailand und Rom. Thomas Gazheli wurde in Karlsruhe geboren, wo er seine musikalische Laufbahn mit Geigen- und Trompetenspiel begann. Noch während des Gesangsstudiums in Frankfurt wurde er von Donald Runnicles ans Theater Freiburg engagiert, wo er vier Spielzeiten blieb. Danach folgten Festengagements am Theater Basel und Staatstheater am Gärtnerplatz in München, wo er sich ein breites Repertoire erarbeitete. Darüber hinaus ist seine Stimme auf diversen CD-Aufnahmen zu erleben: u. a. als Dr. Pangloss in Loriots Fassung von Bernsteins „Candide“ mit dem Deutschen Sinfonie Orchester Berlin unter der musikalischen
Leitung von David Stahl. In der Saison 2018/19 verkörpert er die Rolle des Propheten Jochanaan in Richard Strauss’ Oper „Salome“. Im Sommer 2019 sang Gazheli die Rolle des "Prometheus" in Walter Braunfels' "Die Vögel" bei den Tiroler Festspielen Erl.


Jaeil
Kim

Jaeil Kim wurde in Südkorea geboren und hat in seiner Heimat zunächst eine Schauspiel-Ausbildung absolviert. An der „Hochschule für Musik und Theater“ in München schloss er 2017 den Masterstudiengang „Operngesang“ erfolgreich ab und gehört seitdem zum Ensemble des Opernstudios an der Oper Frankfurt.
Der junge Tenor besuchte Meisterkurse u.a. bei Renato Bruson, Francisco Araiza und Neil Schicoff. Zu seinem Repertoire gehören Partien von Claudio Monteverdi bis Leos Janácek, darunter Mozarts Tamino („Die Zauberflöte“), Don Ottavio („Don Giovanni“) und Ferrando („Così fan tutte“), Verdis Alfredo („La Traviata“) und von Gaetano Donizetti Nemorino („Der Liebestrank“) und Edgardo („Lucia di Lammermoor“).


Franz
Mayer

Franz Mayer war von 1977 bis 2016 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt und wurde 1993 zum Kammersänger ernannt. In dieser Saison kehrt er als Der Richter von Richmond (Martha), Anselmo in der Neuproduktion von Rossinis La gazzetta und als Notar (Der Rosenkavalier) zurück. Der aus Österreich stammende Bassbariton sang hier in jüngerer Zeit u.a. die Partien Mesner (Tosca), Antonio (Le nozze di Figaro), Pritschitsch (Die lustige Witwe), Benoît (La Bohème), Ein Notar (Der Rosenkavalier), Betto di Signa (Il trittico), Le Bailli (Werther), Lakai (Ariadne auf Naxos) und Der Ratsälteste (Königskinder; CD bei OehmsClassics). Zu seinem umfangreichen Repertoire gehörten Mozarts Figaro, Leporello / Masetto (Don Giovanni), Papageno und Don Alfonso (Così fan tutte), Fritz Kothner / Nachtwächter (Die Meistersinger von Nürnberg) und Angelo (Das Liebesverbot), Onkel Bonzo (Madame Butterfly), Monterone (Rigoletto), Jake Wallace (La fanciulla del West), Peter Besenbinder (Hänsel und Gretel), Erzbischof von Prag (Palestrina) und Unto (Sallinens Kullervo). Bei OehmsClassics sind zahlreiche Einspielungen unter seiner Mitwirkung erschienen. Franz Mayers besondere Liebe zum Konzertfach führte ihn mit Werken von Bach, Händel, Mahler, Mozart und Mendelssohn nach Wien, Hamburg, Stuttgart und München sowie Südamerika und Japan.


Oskar
Hillebrandt

Kammersänger Oskar Hillebrandt, Heldenbariton, absolvierte sein Gesangsstudium bei Kammersänger Professor Josef Metternich an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. Seit seinem ersten Auftritt an der Württembergischen Staatsoper
Stuttgart erhielt er Engagements an allen großen europäischen Opernhäusern: Mailand, Rom, Florenz, Paris, Bordeaux, Toulouse, Marseille, Genf, London, Madrid, Barcelona, Valencia, Antwerpen, Oslo, Kopenhagen, Athen, Bukarest sowie an der Moskauer Bolschoi Oper. Im deutschsprachigen Raum sang er regelmäßig an der Deutschen Oper Berlin, u. a. den Hans Sachs in den „Meistersingern“, an, der Bayerischen Staatsoper München oder in Zürich unter der Leitung von Franz Welser-Möst in den Partien des Amfortas („Parsifal“) und Hans Sachs. An der Staatsoper Wien stand er mit Placido Domingo in der „Walküre“ auf der Bühne, dort sang er außerdem Telramund, Kurwenal, Amfortas, Holländer, Alberich, Klingsor, Mandryka. Aber auch  außerhalb Europas wurde er an viele Opern- und Konzerthäuser berufen. So sang er häufig am Teatro Colon in Buenos Aires, in Santiago de Chile, in Tokyo und in Neuseeland. Weitere Auftritte hatte er in Montreal und Ottawa, in Cleveland und in der Carnegie Hall in New York. Darüber hinaus wirkte er bei einer Reihe von internationalen Festspielen mit. Er arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Wolfgang Sawallisch, Gustav Kuhn, Claudio Abbado, Christoph von Dohnanyi, Daniel Barenboim, Christian Thielemann, Horst Stein oder Jeffrey Tate. Gesungen hat er mehr als 180 Rollen, darunter alle wichtigen Partien des Heldenbaritonsfaches von Richard Wagner, aber auch Mandryka („Arabella“), Jochanaan („Salome“),  Nabucco, Jago („Otello“), Falstaff oder Kaspar („Der Freischütz“). Rege Konzerttätigkeit führte ihn als Interpret der Bass-Baritonpartien in Oratorien, Messen und Symphonien durch die ganze Welt. Oskar Hillebrandt ist Dozent beim Internationalen Musikseminar in Wien und seit einigen Jahren auch Coach und Mentor der Tiroler Festspiele Erl. In Neubeuern, zwischen Salzburg und München, unterrichtet er Belcanto-Gesang in seiner eigenen Masterclass. Nach seinem Fliegenden Holländer in 2015 in Melbourne wurde er zum besten männlichen Sänger des Jahres in Australien nominiert. 


Kelsey
Lauritano

Die japanisch-amerikanische Mezzosopranistin Kelsey Lauritano gehört ab der Saison 2018/19 zum Opernstudio der Oper Frankfurt, wo sie zunächst als Dritte Waldelfe (Rusalka) ihr Deutschland-Debüt geben und weiterhin Eine Spanierin in der Premiere von Der ferne Klang verkörpern wird. Die junge Künstlerin, geboren in San Francisco, hat kürzlich ihr Studium an der New Yorker Juilliard School mit Auszeichnung abgeschlossen. Während ihrer Ausbildung war sie u.a. in Produktionen von Rameaus Hippolyte et Aricie, Doves Flight sowie als Kind in L’enfant et les sortileges beteiligt. Weiterhin gab sie ihr Rollendebüt als Cherubino (Le nozze di Figaro) an der Music Academy of the West unter James Conlon, sang Venus in Monteverdis Il ballo delle Ingrate unter William Christie und war beim Boston Early Music Festival, beim Virginia Arts Festival, am Opera Theatre of St. Louis, in der Alice Tully Hall New York sowie bei der Internationalen Meistersinger Akademie zu Gast. Neben Konzerten mit der New World Symphony und den Nürnberger Symphonikern trat Kelsey Lauritano beim New York Festival of Song im Lincoln Center und beim SongFest in Los Angeles auf.


Michael
Petruccelli

Der gebürtige Australier Michael Petruccelli, ausgebildet an der University of Melbourne, ist seit der Spielzeit 2018/19 Mitglied des Opernstudios der Oper Frankfurt. Nach seinem Debüt in Deutschland als Italienischer Tenor in Strauss’ Capriccio, sang er den Offizier (Ariadne auf Naxos) und weiterhin Basilio / Don Curzio (Le nozze di Figaro). Auftritte 2019/20 umfassen die Partien Lucio / Ein Gondoliere (Otello), Beamter / Nachtwächter (Julietta), Graf von Lerma (Don Carlo), Ein Hirte (Tristan und Isolde), Remendado (Carmen), Gerichtsdiener (Bianca e Falliero) sowie Ein Wirt (Der Rosenkavalier). An der Opera Australia war der lyrische Tenor als Stephen Goldring (Alan Johns The Eighth Wonder) und Pedro (Two Weddings, One Bride) sowie auf einer Tour als Goro (Madama Butterfly) zu erleben. Darüber hinaus ist er der Victorian Opera verbunden, wo er Rollen wie Beppe (Pagliacci), Le Hérault (Cendrillon) und Lord Arturo Bucklaw (Lucia di Lammermoor) verkörperte. Sein Repertoire umfasst ebenso Mozarts Tamino und Don Ottavio, Steuermann (Der fliegende Holländer) oder Edrisi (Król Roger). Auch als Konzert- und Liedsänger hat sich Michael Petruccelli einen Namen gemacht. Neben einer Auszeichnung beim Wiener Gesangswettbewerb Ljuba Welitsch 2017 wurde er mit dem Richard Bonynge Study Scholarship und vom Melba Trust Opera gefördert.


Valerie
Eickhoff

Die junge deutsche Mezzosopranistin Valerie Eickhoff wurde in Herdecke geboren und absolvierte ein Gesangsstudium an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Diverse Akademien, Stipendien und Meisterkurse boten ihr die Gelegenheit zur weiteren musikalischen Aus- und Weiterbildung. Innerhalb von Hochschulproduktionen war sie als Prinz Orlofsky (Strauß „Die Fledermaus“), Lisetta (Haydn „Il mondo della luna“) und Angelina (Rossini „La Cenerentola“) zu erleben. In der Spielzeit 2018/19 war Valerie Eickhoff Mitglied im Opernstudio Niederrhein. Mit Beginn dieser Saison ist sie neu im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein und steht dort u.a. als Schäfer (L’enfant et les sortilèges), Sandmännchen (Hänsel und Gretel), Annina (La traviata) und Kate Pinkerton (Madama Butterfly) auf der Bühne. Im Oktober 2019 erreichte Valerie Eickhoff das Semifinale des internationalen Gesangswettbewerbs „Neue Stimmen“ in Gütersloh.