Abschluss-konzert

JOHANNES BRAHMS
Ein deutsches Requiem nach Worten der Heiligen Schrift, op. 45

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Conductor Roland Böer

Soprano Florina Ilie

Bariton Domen Križaj


Johannes Brahms started composing choral and orchestral works with the greatest of this genre: the German Requiem for two soloists, four-part choir and orchestra. There were several occasions for the young composer to make his mark in public
music life with a requiem: the death of his mentor Robert Schumann, the death of his mother. Yet it also gave him the opportunity to present his compositional skill in grand contrapuntal progressions, motet style, chorale-like passages, liedlike
melodious solo parts as well as antiphonal and responsorial sections as a continuation of ancient sacred music. What is remarkable is the almost equal treatment of the choir and orchestra. For long passages the instrumental ensemble is like a second choir. The Choir and Orchestra of the Tyrol Festival Erl under German conductor Roland Böer will thus grow together as a polyphonic community and partners in dialogue. In between, the two vocal soloists (Florina Ilie, soprano, Domen Križaj,
baritone) have individual arioso lyrical sections. Brahms himself chose and compiled the Biblical, mournful and consoling texts. A
solemn, uplifting finale to the festival 2022.

Sun 31. Jul
11:00 h → Festspielhaus

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl

Roland Böer

Conductor

Florina Ilie

Soprano

Domen Križaj

Bariton


Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl


Roland
Böer

Der international gefragte Opern- und Konzertdirigent Roland Böer ist seit der Spielzeit 2018/19 der erste Gastdirigent des Mikhailovsky-Theaters in Sankt Petersburg. Mit der Oper Frankfurt, der Opéra de Nice und dem Teatro dell'Opera di Firenze verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit. Seit 2015 ist er sowohl der musikalische als auch der künstlerische Leiter des "Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano" und erhielt in dieser Rolle den „Grifo Poliziano“ und die Ehrenbürgerschaft der Stadt verliehen. Als Konzertdirigent leitete Roland Böer die Filarmonica della Scala, das London Symphony Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das HR-Sinfonieorchester Frankfurt und das BR-Symphonieorchester München, die Deutsche Radio Philharmonie, sowie das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und das Orchestre Philharmonique de Luxembourg. Sein symphonisches Repertoire umfasst Werke von Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Bruckner, Mahler und Strauss.


Dirigate:

  •  "Le nozze die Figaro", Mikhailovsky Theatre Sant Petersburg 2019
  • "Die Zauberflöte", New National Theatre Tokyo 2018
  • "Death in Venice", Landestheater Linz Musiktheater 2018
  • "Enrico", Oper Frankfurt 2018
  • "L'Élixir d'amour", Opéra Nice Côte d'Azur 2017

Produktionen bei den Tiroler Festspielen Erl:

  • J. S. Bach: "Das Weihnachtsoratorium (I-VI)"

Florina
Ilie

Die Sopranistin Florina Ilie gehört ab der Saison 2018/19 zum Opernstudio der Oper Frankfurt. Die ersten Partien der gebürtigen Rumänin sind Erste Waldelfe (Rusalka), Eine italienische Sängerin (Capriccio), Najade (Ariadne auf Naxos), Taumännchen (Hänsel und Gretel), Valencienne (Die lustige Witwe) und Barbarina (Le nozze di Figaro). An der Nationaloper ihrer Heimatstadt Bukarest trat sie bereits als Adina (L'elisir d'amore) auf sowie als Pamina, Susanna, Donna Elvira und Despina mehrfach als Mozartinterpretin in Erscheinung. In Produktionen der Jungen Oper Österreich sang sie u.a. Humperdincks Gretel und Serpetta (La finta giardiniera), beim Festival Oper Klosterneuburg war sie als Annina (La traviata) und Alice (Rossinis Le comte Ory) zu erleben. Jüngst debütierte sie als Anna (Nabucco) in Nizza und Toulon. Mehrfach wurde Florina Ilie bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, u.a. mit Ersten Preisen beim Paul Constantinescu Wettbewerb, beim Ada Burlui Liedwettbewerb, beim Sabin Dragoi Wettbewerb sowie mit dem Förderpreis Otto Edelmann des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel. Nach ihrer Gesangsausbildung an der Universität für Musik in Bukarest vervollständigte sie ihre Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Karlheinz Hanser.


Domen
Križaj

Der slowenische Bariton Domen Križaj studierte Musik und Medizin in Ljubljana und war Mitglied des Young Singers Project in Salzburg. 2016 sang er die Titelrolle in Peter I. Tschaikowskis Eugen Onegin bei der Sommeroper Alden Biesen sowie in Massenets Werther am Kroatischen Nationaltheater in Rijeka. Von 2017 bis 2019 war Domen Križaj zwei Spielzeiten lang Mitglied des Opernstudios OperAvenir Plus am Theater Basel. In dieser Zeit war er u.a. in Henry Purcells König Arthur, Viktor Ullmanns Der Kaiser von Atlantis sowie als Sharpless in Giacomo Puccinis Madama Butterfly zu erleben. Weitere Partien umfassen Barone Douphol in Giuseppe Verdis La traviata, Sam in Leonard Bernsteins Trouble in Tahiti, Albert in Dai Fujikuras Goldkäfer und Médecin in Claude Debussys Pelléas et Mélisande. Außerdem steht er regelmäßig als Lied- und Konzertsänger auf der Bühne, so mit den Wiener Philharmonikern und der Camerata Salzburg. Domen Križaj ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und gewann erste Preise beim Gesangswettbewerb Ferruccio Tagliavini 2012 sowie beim Ada-Sari-Wettbewerb 2017. Seit Beginn dieser Spielzeit ist Domen Križaj Ensemblemitglied am Theater Basel und wird dort u.a. als Marcello in La Bohème, in Al gran sole carico d’amore, Peter Grimes und in Le vin herbé zu hören sein. Im kommenden Oktober nimmt er als Finalist am Wettbewerb Neue Stimmen in Gütersloh teil.