Franck | Mahler

Erntedank I

CÉSAR FRANCK (1822 – 1890)
„Le chasseur maudit“, Symphonische Dichtung FWV 44

 

GUSTAV MAHLER  (1860 – 1911)
1. Sinfonie D-Dur

 

 

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Erik Nielsen


Mit der Sinfonie Nr. 1, uraufgeführt 1889, brach Mahler nicht lautstark, aber wirkungsvoll in seinen sinfonischen Kosmos auf: Aus einem sphärischen Klang entstehen die ersten Takte, langsam sollen sie sich entfalten. Mit dem Zitat seiner Lied-Melodie „Ging heut‘ morgen übers Feld“ lässt er den Menschen in diese sinfonische Welt eintreten, er gesellt sich zu den Naturlauten hinzu. Volkstümlich, mit derbem Ländler und Walzerseligkeit, kommt der zweite Satz daher. Skurriles spielt sich im dritten Satz ab: Der in Moll gespielte Kanon „Bruder Jakob“ breitet sich zu einem seltsamen Trauermarsch aus. Zum abrupt hereinbrechenden Finale erklärte der Komponist: „Es ist einfach der Aufschrei eines im Tiefsten verwundeten Herzen, dem eben die unheimlich und ironisch brütende Schwüle des Trauermarsches vorhergeht.“

Thu 29. Sep
19:00 h → Festspielhaus

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Erik Nielsen

Musikalische Leitung


Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles, das sich einen Ruf als eines der besten Wagnerorchester weltweit erarbeitet und die Tiroler Festspiele Erl international bekannt gemacht hat. 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele unter der Leitung von Gustav Kuhn, inzwischen spielen Musiker*innen aus 20 Nationen zusammen. Junge Spitzentalente, Musiker*innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist*innen und Dozent*innen kommen so jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und an Ostern im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Zum Repertoire des Klangkörpers gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen. Seit der Sommersaison 2022 ist Erik Nielsen Chefdirigent des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl.


Erik
Nielsen

Erik Nielsen ist mit der Saison 2022 neuer Chefdirigent der Tiroler Festspiele Erl, wo er den gesamten „Ring des Nibelungen“ leitet und bereits für „Le postillon de Lonjumeau“ sowie diverse Konzerte am Pult stand. Seit 2015 ist er Chefdirigent des Sinfonieorchesters Bilbao, dessen 100. Spielzeit mit der Saison 2021/22 gefeiert wird. Von 2016 bis 2018 war Erik NIelsen Musikdirektor des Theaters Basel, auch mit der Oper Frankfurt verbindet ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit. Zu seinen jüngsten Engagements zählen die Uraufführung von Manfred Trojahns „Eurydice - Die Liebenden blind“ an der Dutch National Opera, Křeneks „Karl V.“ an der Bayerischen Staatsoper, „Oedipus Rex“, „Il prigioniero“ und „Pelléas et Mélisande“ an der Semperoper Dresden, „Peter Grimes“ und Trojahns „Orest“ am Opernhaus Zürich, „Billy Budd“ und Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ sowie „Norma“ an der Oper Frankfurt, Usandizagas „Mendi Mendiyan“, Bachs „Johannes-Passion“ und „Salome“ in Bilbao sowie „The Rake’s Progress“ in Budapest. Künftige Planungen umfassen u.a. „Rusalka“ an der Semperoper Dresden und „Salome“ am Opernhaus Zürich. Konzerte führten Erik Nielsen u.a. nach Oslo, Manchester, Stockholm, Madrid, Straßburg, Lissaon, Basel, zum Aspen Music Festival und zum Interlochen Center for the Arts. Nach dem Studium von Harfe, Oboe und Dirigieren in New York und Philadelphia war er als Harfenist Mitglied der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.