Neujahrs-konzert

ÈDOUARD LALO
Ouvertüre zu „Le roi d’Ys“

 

GEORGES BIZET 
Carmen Suite No. 1

 

JOSEPH CANTELOUBE 
„Chants d’Auvergne“

 

GEORGES BIZET
Sinfonie No. 1 D-Dur

 

AMBROISE THOMAS
„Kennst du das Land“ aus der Oper Mignon

 

JULES MASSENET
„Méditation“ aus der Oper Thais

 

GEORGES BIZET
“Habanera” & “Seguidilla” aus der Oper Carmen
Carmen Suite No. 2 

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musikalische Leitung Francesco Lanzillotta

Mezzosopran Paula Murrihy


Vielerorts wird das neue Jahr mit Kanonenschüssen begrüßt. Das möchten wir unseren Gästen denn doch nicht zumuten und greifen auf die einzig wahre Alternative zurück: Wir setzen auf ein herzhaft spielendes Orchester und die kräftigen, klangvollen Stimmen unserer Sängerinnen und Sänger, um das neue Jahr mit Schwung zu begrüßen. Das machen wir am 1. Januar 2023 mit ausgewählten Werken französischer Komponisten. Alle Stücke sind mit den Tiroler Festspielen Erl und/oder untereinander verknüpft. So erinnnert die Édouard Lalos Ouvertüre zu „Le roi d’Ys“ in Teilen stark an einen unserer Lieblingskomponisten. Georges Bizets „Carmen“ und Ambroise Thomas‘ „Mignon“ eint, dass sie auf klassischen Vorlagen von Mérimée („Carmen“) und Goethe („Wilhelm Meisters Lehrjahre“) basieren und es gerade wegen dieser Adaptionen anfangs nicht leicht hatten, sich durchzusetzen – was beiden Opern aber bis heute erfolgreich gelingt. Volkstümlich und damit dem Tiroler Liedgut verbunden beglückt uns der „Barde der Auvergne“, Joseph Canteloube. Jules Massenet schließlich erhielt seine erste Ausbildung von Ambroise Thomas.  Damit schließt sich der Reigen. Und wir wünschen allen Gästen „Bonne année, bonne santé“.

Sun 01. Jan
11:00 h → Festspielhaus

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Francesco Lanzillotta

Musikalische Leitung

Paula Murrihy

Mezzosopran


Orchester der Tiroler Festspiele Erl

Musik wächst aus der Begeisterung eines über die Jahre zusammengewachsenen, motivierten und exzellent vorbereiteten Ensembles, das sich einen Ruf als eines der besten Wagnerorchester weltweit erarbeitet und die Tiroler Festspiele Erl international bekannt gemacht hat. 1999 formierte sich das Orchester der Tiroler Festspiele unter der Leitung von Gustav Kuhn, inzwischen spielen Musiker*innen aus 20 Nationen zusammen. Junge Spitzentalente, Musiker*innen aus großen internationalen Orchestern, Kammermusikspezialist*innen und Dozent*innen kommen so jährlich im Sommer und Winter, seit 2017 auch im Herbst und an Ostern im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zusammen. Zum Repertoire des Klangkörpers gehören neben den zehn großen Musikdramen Richard Wagners und Opern von Strauss, Mozart, Beethoven, Verdi und Rossini auch die Symphonien Beethovens und viele weitere zentrale Werke des Konzertrepertoires sowie zeitgenössische Werke und Uraufführungen. Seit der Sommersaison 2022 ist Erik Nielsen Chefdirigent des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl.


Francesco
Lanzillotta

Francesco Lanzillotta, in Rom geboren, studierte Dirigat bei Bruno Aprea an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, Komposition bei Luciano Pelosi und Klavier bei Velia De Vita. Er besuchte Meisterkurse bei Harold Farberman und George Pehlivanian. Regelmäßig steht er den Orchestern bedeutender italienischer Opernhäuser vor, darunter das Teatro La Fenice di Venezia, das Teatro di San Carlo in Neapel, das Teatro Lirico Giuseppe Verdi in Triest, das Teatro Filarmonico di Verona und das Teatro Lirico di Cagliari. 2010 wurde er zum Principal Guest Conductor am Opernhaus von Varna in Bulgarien berufen, wo er Vorstellungsreihen von »Cavalleria rusticana«, »Pagliacci«, »Le nozze di Figaro«, »Tosca«, »La traviata«, »Carmen« und »La bohème« leitete. Auch auf dem Konzertpodium gastierte er bei renommierten Orchestern, so u.a. beim Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, beim Orchestra della Svizzera italiana, beim Orchestra I Pomeriggi Musicali in Mailand, beim Orchestra Haydn in Bozen, Filarmonica Toscanini in Parma, beim Orchestra della Toscana in Florenz, beim Gyeonggi Philharmonic Orchestra in Suwon (Korea) und beim Sofia Philharmonic Orchestra. Während der Saison 2012/13 gab er sein Debüt mit »L’Histoire du soldat« und »La fuga in maschera« am Teatro di San Carlo, mit »Il maestro di cappella« an der Opéra national de Lorraine in Nancy und mit Brittens »The Little Sweep« beim Macerata Opera Festival. Nach einigen Gastdirigaten wurde er zur Saison 2014/15 zum Chefdirigenten der Filarmonica Arturo Toscanini in Parma berufen. Zu seinen jüngsten Engagements zählen u.a. »La bohème« in Treviso und Ferrara, »La traviata« in Sassari, »L’italiana in Algeri« in Verona, »Don Checco« in Neapel sowie »Il medico dei Pazzi« in Nancy und Venedig. 2015 dirigierte er beim Macerata Opera Festival »Rigoletto« und gab im Laufe der Saison 2016/17 seine Debüts u.a. beim Tokyo Philharmonic Orchestra, an der Opéra National de Montpellier, in Essen und beim Rossini-Festival in Pesaro mit »Torvaldo e Dorliska«. 2018 gastiert er u.a. mit »Lucia di Lammermoor« an der Opéra de Toulon sowie mit »Nabucco« an der Deutschen Oper Berlin. Mit großem Engagement setzt Francesco Lanzillotta sich für die Werke zeitgenössischer Komponisten ein, darunter Matteo D’Amico, Marcello Panni, Ennio Morricone, Ada Gentile, Carlo Galante, Michele Dall’Ongaro, Francesco Pennisi, Luis Bacalov, Luca Mosca und Giorgio Battistelli. 2018 gab Francesco Lanzillotta an der Semperoper Dresden sein Debüt am Pult der Sächsischen Staatskapelle mit einer Aufführungsserie von »Rigoletto«, in der Saison 2019/20 wird er die musikalische Leitung für »Il viaggio a Reims/Die Reise nach Reims« übernehmen.


Paula
Murrihy

Die irische Mezzosopranistin Paula Murrihy studierte am DIT Conservatory of Music and Drama in Dublin und am New England Conservatory in Boston. Sie absolvierte das Britten–Pears Young Artist Programme sowie das Merola Program an der San Francisco Opera und war ein Apprentice Singer an der Santa Fe Opera und Ensemblemitglied der Oper Frankfurt.

In Frankfurt gab Paula Murrihy ihr Rollendebüt als Carmen in einer gefeierten Produktion von Barrie Kosky. In den USA, wo sie weiter regelmäßig zu Gast ist, gab sie kürzlich als Stéphano (Roméo et Juliette) ihr Debüt an der Metropolitan Opera und gastierte als Ruggiero (Alcina) und Orlofsky (Die Fledermaus) an der Santa Fe Opera. In Großbritannien debütierte sie als Tebaldo (Don Carlo) am Royal Opera House, Covent Garden, wohin sie als Mercédès (Carmen) zurückkehrte. Zu weiteren Höhepunkten der jüngeren Zeit zählen Concepción (L’Heure espagnole) am Opernhaus Zürich, die Gräfin von Essex in Brittens Gloriana bei ihrem Debüt am Teatro Real in Madrid, Zweite Dame (Die Zauberflöte) bei ihrem Salzburger Festspieldebüt 2018, Judith (Herzog Blaubarts Burg) an der neuen Irish National Opera in Dublin und Sesto (La clemenza di Tito) an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam.

Auf dem Konzertpodium arbeitet Paula Murrihy regelmäßig mit musicAeterna und Teodor Currentzis zusammen, mit denen sie beim Diaghilev-Festival in Perm sowie als Solistin in Mahlers Des Knaben Wunderhorn in der Münchner Philharmonie, der Mailänder Scala und im Müpa in Budapest auftrat. 2017 gab sie in Haydns Paukenmesse ihr Debüt bei den

BBC Proms. Außerdem sang sie in Händels Messiah mit dem Orchestre de chambre de Paris und in Mendelssohns Elias mit dem Orquesta Nacional de España sowie der Niederländischen Radio-Philharmonie. Als versierte Liedsängerin war sie in der Londoner Wigmore Hall mit Malcolm Martineau, beim International Lied Festival Zeist mit Sholto Kynoch und beim Aldeburgh Festival zu Gast.

In der Saison 2019/20 ist sie in der Titelrolle in Faurés Penelope in Frankfurt, als Carmen an der Irish National Opera sowie in Aufführungen von Mozarts Da-Ponte-Opern unter Currentzis in Bremen, Wien und Luzern zu hören. Auf ihrem Konzertkalender stehen Beethovens 9. Symphonie mit dem North Carolina Symphony Orchestra, Messiah mit dem Philadelphia Orchestra, Rossinis Stabat Mater mit dem Kitchener-Waterloo Symphony Orchestra in Kanada und Mozarts Requiem mit musicAeterna in Baden-Baden und Paris.