Neuigkeiten

23. Oktober. 2020
Festspiele präsentieren eigene Produktlinie aus hochwertigen Opernstoffen

11. September. 2020
Wie wir Ihren Konzertbesuch sicher gestalten wollen

07. September. 2020
Polsterkonzert für Kinder: Tuba-Li! Tuba-La!

03. September. 2020
Neues Kartenbüro mit neuen Öffnungszeiten

24. August. 2020
Der Künstler hinter den Plakatmotiven: Max Theo Kehl

10. August. 2020
ORF: "Festspielhaus Erl bietet Plattform für Künstler"

29. Juli. 2020
"Ohne Publikum geht es nicht!" Im Gespräch mit Liviu Holender

09. Juli. 2020
Präsentation der Winterfestspiele 2020/2021 im Festspielhaus Erl!

06. Juli. 2020
Kulturreigen in Erl - der andere Sommer im Festspielhaus

03. Juni. 2020
Persönliche Worte von Julia Malischnig

06. Mai. 2020
Telefonische Öffnungszeiten des Kartenbüros

14. April. 2020
Oper für alle: die neuen Preise der Tiroler Festspiele Erl

01. April. 2020
FAQ - Tickets für die Sommer-festspiele 2020

31. März. 2020
Absage der Sommerfestspiele 2020

10. März. 2020
Absage der Klaviertage

26. Februar. 2020
Die Künstlerin hinter den Motiven: Melanie Siegel

25. Februar. 2020
TV-Tipp: "Kultour mit Holender: Erl - Festspiele in den Alpen"

20. Februar. 2020
Beethoven-Spezial, Trio-Pass & mehr: Entdecken Sie die Abos der Tiroler Festspiele Erl

02. Januar. 2020
Generalver-sammlung beschließt die Einrichtung eines Aufsichtsrates

10. Dezember. 2019
Pausen- & Endzeiten der Winter-Festspiele

05. Dezember. 2019
Umbesetzung: Dörte Lyssewski springt für Dagmar Manzel in "Dort ist das Glück" ein

21. November. 2019
Präsentation der Sommer-Festspiele 2020

17. November. 2019
Rusalka: von Elfen, Nixen und Wassermännern

22. Oktober. 2019
Entdecken Sie die Vielfalt der Tiroler Festspiele Erl mit dem Trio-Pass

21. Oktober. 2019
TV-TIPP: "Heimatleuchten: Rund um Kufstein"

18. Oktober. 2019
Programm des Silvester-konzertes

04. Oktober. 2019
Verlosung: Erntedank

01. Oktober. 2019
Vorwort zu den Erntedanktagen

30. September. 2019
ORF III überträgt "Die Vögel" der Sommer-Festspiele 2019

01. Juli. 2019
Tiroler Festspiele Erl & Ticket Gretchen

18. Juni. 2019
Leokino Innsbruck zeigt Hitchcocks "Die Vögel" in Zusammenarbeit mit den Tiroler Festspielen Erl

21. März. 2019
Tiroler Festspiele Erl starten Kinder- und Jugendvermittlungsprogramm "Junges Festspielhaus"

18. März. 2019
Klavier & Cuvée im Festspielhaus Erl

26. Februar. 2020

Die Künstlerin hinter den Motiven: Melanie Siegel

Unterschiedliche Gemälde zieren nicht nur das Programmbuch, sondern auch die Plakate der Opern-Highlights der diesjährigen Sommer-Festspiele. Alle Motive stammen von der Künstlerin Melanie Siegel, die mit ihren Kompositionen real existierende Orte darstellt und diese gleichzeitig entfremdet. Die Kunsthistorikerin Dr. Olena Balun stellt uns die Künstlerin vor.

Foto: Thomas Schmidt/BZ
Foto: Thomas Schmidt/BZ

Melanie Siegel malt Landschaftsbilder von altmeisterlicher Qualität. Sie sind menschenleer, wirken etwas verträumt, oft ein wenig unheimlich und werden mit der Richtung der „neuen Romantik“ in Verbindung gebracht. All diese Kompositionen stellen real existierende Orte dar, die verfremdet werden, ohne dass die Veränderung zu offensichtlich wird. Jedoch sind die Eingriffe in das Vorgefundene oft sehr stark, so dass eine ganz neue Komposition und somit ein fiktiver oder "halbfiktiver" Ort entsteht und auf den ersten Blick glaubwürdig erscheint. In diesen gemalten Welten kippt spürbar die Realität, man kann jedoch nicht immer sagen, warum. Als Vorlage für die Kompositionen werden Fotografien verwendet, die im Prozess der Malerei eine Transformation erleben: Schatten werden verlängert, Bäume umgepflanzt, Schärfe und Unschärfe werden subtil manipuliert, was einen illusionistischen Eindruck schafft. In diesen Szenarien erobert oft die Natur von Menschen geformte Räume zurück, was auch manchmal beinahe dystopisch wirkt.

Oft werden wenig spektakuläre Orte oder Motive zum Gegenstand von Melanie Siegels Gemälden gewählt, die sie zur unerwarteten Schönheit erweckt. Durch spezielle Blickwinkel, Lichtverhältnisse und feine Technik der Ölmalerei werden sie nobilitiert und erlangen einen erhabenen Charakter. Bei den Wolkenstudien wird das umgekehrte Prinzip angewandt – der gemalte Himmel darf nicht „zu schön“ erscheinen, darum wird er mit Strommasten und Oberleitungen durchzogen. „Zu viel Schönheit für die Bilder ist nicht gut“, sagt Melanie Siegel, deswegen ist es ihr wichtig, diese Schönheit auf subtile Weise zu brechen. Auch dem Schönen kann ein Unbehagen innewohnen.

Die Künstlerin hat die Münchner Kunstakademie als Meisterschülerin von Karin Kneffel abgeschlossen, dies allerdings nach einer Ausbildung zur Bühnenmalerin.